Die Geschichte vom Eis

Kinderbecher
Schon vor 5000 Jahren träumten die Chinesen von Speiseeis. Doch nur wenige bekamen solche kühle Köstlichkeiten, die man mitten im Sommer aus Milch, Fruchtsäften, Gewürzen und gefrorenem Wasser zuzubereiten verstand.

Die Geschichtsschreiber haben uns auch überliefert, dass um 950 v. Chr. von ausgewählten Sklaven im Stafettenlauf Gletschereis aus den Alpen geholt wurde, das dann - gemischt mit Ingwer, Koriander oder Zimt, mit Veilchen- oder Rosenwasser und Fruchtsäften - dem Kaiser gereicht wurde.

Marco Polo berichtete im Jahre 1298 n. Chr. seinen venezianischen Landsleuten, dass man in Asien bereits Eisdielen kenne. Durch mitgebrachte Rezepte konnte er seine ungläubigen Landsleute überzeugen. Von da an scheute man keine Mühe, selbst Speiseeis herzustellen.

Zu diesem Zweck wurde Schnee und Gletschereis in tiefen Kellern bis zum Sommer sorgsam gelagert. 1530 gelang es in Europa zum ersten Mal künstliche Kälte zu erzeugen. Mehrere italienische Städte stritten um den Ruhm, zuerst auf die gute Idee gekommen zu sein.

Speiseeis wurde nun vom Gelatiere - einem "Eismacher" - zubereitet. Einmal in ihrem Besitz, hüteten die französischen Könige Eisrezepte wie Staatsgeheimnisse. Auf Verrat hin rollten Köpfe. Erst im Jahre 1673 brachten geschäftstüchtige Berater Ludwig XIV. auf die Idee, eine Speiseeissteuer zu erheben und die Rezepte zu verkaufen. Und die Franzosen zahlten gern für "Glace".

Bald danach war Speiseeis in ganz Europa beliebt. Als das Speiseeis auf seinem Weg um die ganze Welt nach Amerika kam, errichtete Jacob Fussel in Baltimore im Jahre 1851 die erste Speiseeisfabrik. Jetzt war es möglich, Ice cream in großen Mengen herzustellen. Heute ist kein Kopf mehr in Gefahr wegen Speiseeisrezepten. Auch gibt es keine Eissteuer mehr. Heute können Sie nach Herzenslust wählen und Speiseeis kommt zu Ihnen an den Tisch. Und weil die Eis-Geheimnisse heutzutage nicht mehr so streng bewacht sind, hier ein wahrer Geheimtipp für alle, die ihr Fruchteis selber machen wollen:

 

Aprikoseneis á la Maus

Zutaten:
1/2 Dose Aprikosen (ohne Saft), 1/4 Liter süße Sahne, 1 Vanillezucker, 3 EL Zucker, 2 Eigelb, Saft einer 1/2 Zitrone.
Zubereitung:
Die Aprikosen abtropfen lassen und im Mixer gründlich pürieren oder durch ein Sieb streichen. Die Sahne mit dem Vanillezucker schlagen. Eigelb und Zucker miteinander verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Aprikosenpüree und den Zitronensaft dazufüllen und gut verrühren. Das Ganze unter die Schlagsahne ziehen.
Man könnte die Creme löffelweise naschen - ungefroren - so gut schmeckt sie. Sie füllen die Creme aber doch in den Eisbehälter und lassen sie gefrieren.

Die Familie wird diesen Genuss zu schätzen wissen. Zur Erntezeit der Aprikosen verwenden Sie natürlich frische Früchte und schmecken die Creme mit etwas mehr Zucker ab.

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